Start des deutsch-russischen Fortbildungsprogramms

22.11.2010 | Berlin
Mitarbeiter des Netzbetreibers MRSK Ural absolvieren Fortbildungsprogramm mit den Schwerpunkten Modernisierung der Netzinfrastruktur und Aufbau von Energiedienstleistungen

Russland und Deutschland verstärken ihre praktische Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zur Energieeffizienz. Als erste Gruppe im Rahmen eines deutsch-russischen Fortbildungsprogamms reisen heute rund 25 leitende Mitarbeiter des überregionalen Verteilernetzbetreibers MRSK Ural für eine zweiwöchige Schulung nach Berlin. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) organisiert die Weiterbildung in Kooperation mit der Carl-Duisberg-Centren GmbH und der EW Medien und Kongresse GmbH.

Auf dem Programm steht ein intensives Schulungsprogramm, das vom Energierecht in Deutschland und der Energieeffizienz im deutschen Stromnetz über die Netzintegration erneuerbarer Energien bis hin zu innovativen Energiedienstleistungen wie Contracting reicht. Um einen möglichst intensiven Austausch zwischen russischen und deutschen Unternehmen zu gewährleisten, werden deutsche Unternehmen intensiv in die Schulung einbezogen. So werden Praktiker aus deutschen Unternehmen Teile des Lehrgangsprogramms übernehmen. Die Schulungen werden ergänzt durch praktische Lehrgangseinheiten in deutschen Unternehmen, unter anderem bei Siemens Energy, E.ON, RWE sowie den Stadtwerken Duisburg und Düsseldorf.

Das Fortbildungsprogramm unterstützt die praktische Umsetzung der russischen Energieeffizienzstrategie. Bis zum Jahr 2020 soll der Energieverbrauch in Russland bezogen auf die wirtschaftliche Leistung um 40 Prozent gegenüber dem Trend sinken. Energiedienstleistungen wie Contracting sollen dazu möglichst schnell auf dem russischen Markt etabliert werden, weil sich damit die Effizienzpotenziale zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen erschließen lassen.

Das Fortbildungsprogamm für russische Führungskräfte wurde im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen im Juli 2010 zwischen dem russischen Energieminister Sergej Shmatko und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle vereinbart. Das Programm wird im nächsten Jahr fortgesetzt.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

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