Studie zu Exportchancen der Agrarwirtschaft nach Vietnam erschienen

27.02.2009 | Berlin
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat eine Studie über die Märkte und Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Vietnam in Auftrag gegeben.

Die Studie umreißt die wirtschaftliche Situation des Sektors und beschreibt aktuelle Entwicklungstendenzen. Sie soll einen Einstieg in die Agrarwirtschaft Vietnams bieten sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen für Exporte nach Vietnam und Investitionen in Vietnam darstellen. Die Studie dient der Vorbereitung einer hochrangigen Delegation der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft, die unter Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Gerd Müller vom 28. Februar bis 4. März nach Vietnam reist.

Vietnams Volkswirtschaft ist in den letzten Jahren extrem schnell gewachsen und zieht ausländische Investoren an. Der Export boomt. Wichtige Güter des vietnamesischen Agrarexports sind Reis, Kaffee, Pfeffer und Kautschuk. Nach dem WTO-Beitritt Vietnams im Jahre 2007 steht die heimische Landwirtschaft vor einem notwendigen Wandel: weg von der kleinstrukturierten Landwirtschaft hin zu großflächiger wettbewerbsfähiger Produktion.

Die vietnamesische Regierung wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren unterstützen. Ziel der nationalen Wirtschaftsentwicklung ist die Schaffung einer Industrienation bis zum Jahre 2020. Hierzu wünscht die Regierung eine Verstärkung der bisher nur spärlichen ausländischen Investitionen im Agrarsektor. Zusätzlich versucht die Regierung, Importe durch Eigenproduktion zu ersetzen, um das Handelsdefizit zu verringern. Die Intensivierung der Landwirtschaft ist erklärtes Regierungsziel.

Vietnam hat Bedarf an Landmaschinen, Düngern, Pflanzenschutzmitteln und Nahrungsmittel-Verarbeitungsmaschinen, aber auch an hochveredelten Lebensmitteln, darunter vor allem Süßwaren und Backwaren. Große Potentiale gibt es auch im Lebensmitteleinzelhandel.

Das Land ist traditionell stark in der Pflanzenproduktion; ein großer Entwicklungsbedarf besteht aber bei der Tierproduktion und der nachfolgenden Verarbeitungsindustrie.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

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