Studiengebühren: Schluss mit Schavans Geheimniskrämerei

20.10.2008 | Berlin
Das Bundesbildungsministerium soll Medienberichten zufolge seit Wochen eine Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) zur abschreckenden Wirkung von Studiengebühren zurückhalten.

Das Bundesbildungsministerium soll Medienberichten zufolge seit Wochen eine Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) zur abschreckenden Wirkung von Studiengebühren zurückhalten. Dazu erklärt Kai Gehring, hochschulpolitischer Sprecher: Nach der Zinsexplosion bei den KfW-Studienkrediten fliegt Schavan der nächste Pfeiler ihrer unsozialen Hochschulpolitik um die Ohren. Anstatt brisante Ergebnisse zu verheimlichen, muss Schavan die Studiengebühren-Studie umgehend auf den Tisch legen. Es lässt sich nicht verbergen, dass Studiengebühren abschrecken und unsozial sind. Offensichtlich regiert in Schavans Ministerium in der Woche des Bildungsgipfels aber die Angst vor negativen Schlagzeilen. Wer mangelnde Durchlässigkeit, Zugangshürden und Akademikermangel wirklich bekämpfen will, darf die Folgen von Studiengebühren nicht verharmlosen. Studiengebühren sind ein hochschulpolitischer Irrweg, der zu noch weniger Erstsemestern und Akademikern führt. Daher gehören sie abgeschafft. Wir wollen eine verlässliche staatliche Studienfinanzierung statt Abkassiererei und Verschuldungsrisiken bei den Studierenden. Die große Koalition darf sich unserer mehrfachen Aufforderung, ein bundesweites und regelmäßiges Studiengebühren-Monitoring einzuführen, nicht länger verweigern.

Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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