Sudan-Beauftragter der EKD sieht "ermutigendes Zeichen"
Im Blick auf die im April bevorstehenden Wahlen und den erhofften Friedensprozess im Sudan, hat der Sudan-Beauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Volker Faigle (Berlin), die gestrige Debatte im Deutschen Bundestag gewürdigt. Die Parlamentarier riefen dabei die Bundesregierung auf, dem Sudan besonderes Gewicht im Rahmen der deutschen Außen- und Menschenrechtspolitik beizumessen.
Faigle sagte: "Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass sich die Koalitionsfraktionen zusammen mit der SPD und dem Bündnis90/Die Grünen auf einen interfraktionellen Antrag einigen konnten. Ich hoffe, dass sich die Bundesregierung auch auf der Ebene der Europäischen Union erfolgreich für einen größtmöglichen Konsens über zentrale politische Ziele einsetzen kann.
Dazu zählt auch die Stärkung der Mission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS) und der gemeinsamen Mission von UN und der Afrikanischen Union." Nachdrücklich forderte Faigle die Einberufung einer Sudankonferenz im Rahmen der Vereinten Nationen: "Dafür ist die Zeit jetzt reif."
Der Sudanbeauftragte der EKD bedauerte, dass nach wie vor keine dauerhafte Besetzung des deutschen Konsulats in Juba/Südsudan erfolgen konnte. "Das wäre ein unübersehbar deutliches und sichtbares Zeichen der Ernsthaftigkeit deutscher Außenpolitik, ebenso wie die Berufung eines Sudan-Beauftragten der Bundesregierung."
In Zusammenarbeit mit den kirchlichen Hilfswerken Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und dem Sudanesischen Kirchenrat setzt sich EKD für eine dauerhafte Stabilisierung des Friedens- und Versöhnungsprozesses und die Wahrung der Religionsfreiheit im Sudan ein.
Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
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