"Tagebaue könnt ihr Euch schenken"

21.12.2008 | Cottbus
ROBIN WOOD-Aktive protestieren gegen neue Tagebaue in Brandenburg

ROBIN WOOD-AktivistInnen haben heute mit einer spektakulären Aktion in Cottbus gegen neue Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz protestiert. "Tagebaue könnt ihr Euch schenken. Dörfer retten, Klima schützen" stand auf dem Transparent, mit dem sich ein Aktivist und eine Aktivistin von ROBIN WOOD heute am Spremberger Turm in Cottbus abseilten.

Heute gegen 12.30 Uhr seilten sich ein Aktivist und eine Aktivistin von dem mehr als 30 Meter hohen Wahrzeichen der Stadt Cottbus ab. Mit dem ca. 5 x 10 Meter großen Transparent protestieren sie gegen die klimaschädliche Politik von Vattenfall und der brandenburgischen Landesregierung. Sie werden von ca. 15 Aktiven unterstützt.

Vattenfall will bis 2040 die drei Dörfer Kerkwitz,Grabko und Atterwasch abbaggern, um den Tagebau Jänschwalde Nord zu erweitern. Einen entsprechenden Antrag stellte der Konzern am 16. Dezember 2008 beim brandenburgischen Infrastrukturministerium. Kommt Vattenfall damit durch, werden ca 2.000 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, das Grundwasser wird abgesenkt und mehr als 250 Mio. Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen.

"Vattenfall hat Tausenden Menschen ein miserables Weihnachtsgeschenk bereitet. Sie müssen das Fest nun in der Angst leben, dass sie ihr Zuhause verlieren und ihre Dörfer dem Erdboden gleich gemacht werden. Der Konzern zeigt damit, wie gleichgültig ihm die Leidtragenden seiner Politik sind", erklärt Daniel Häfner, Aktivist von ROBIN WOOD.

"Wir fordern die Menschen auf, das Volksbegehren in Brandenburg zu unterstützen und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln", ergänzt Häfner

Zum dreckigen Strom von Vattenfall gibt es eine Alternative: Ökostrom. ROBIN WOOD hat ausführlich auf dem Ökostrom-Markt recherchiert und empfiehlt zurzeit vier - bundesweit aktive - Ökostromanbieter. Sie bieten zu 100 Prozent Ökostrom an, sind eigentumsrechtlich nicht mit Atom- und Kohlekonzernen verflochten und investieren in Erneuerbare Energien.

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

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