Tierschutz-Appell an Bundespräsident Wulff

30.06.2010 | Gerlingen
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) fordert Bundespräsident Wulff dazu auf, in seinem neuen Amt Verantwortung im Tierschutz zu übernehmen.

Wulff war in der Vergangenheit oftmals heftiger Kritik der Organisation ausgesetzt, da er als niedersächsischer Ministerpräsident die konventionelle Massentierhaltung massiv vorangetrieben hat. In Teilen Niedersachsens ist dank Wulff inzwischen die höchste Dichte sogenannter "Nutztiere" weltweit zu verzeichnen. Doch die Mehrheit der Deutschen lehnt die Intensivtierhaltung ab. PETA sieht sie als systemimmanente Tierquälerei an und fordert ihre Abschaffung.

"Die Tiere hätten Wulff nie ihre Stimme gegeben, genauso wenig wie die Mehrheit der Deutschen. Wulff steht für Intensivtierhaltung und damit für Tierquälerei!", so PETA-Sprecher Lars Hollerbach. Täglich werden ca. 5,7 Millionen Tiere in Deutschland für die Nahrungsmittelproduktion getötet, das sind weit über zwei Milliarden Tiere pro Jahr. Ihr kurzes Leben verbringen sie während der Mast in der Intensivtierhaltung in Dunkelheit und Enge. PETA fordert zu einem Bewusstseinswandel auf und bietet jedem Interessierten kostenlose "Veggie Starter Kits" für den Einstieg in eine fleischfreie Ernährung an.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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