UN-Sondergipfel zum Klimaschutz
Die Staats- und Regierungschefs haben auf dem UN-Sondergipfel zum Klimaschutz in New York die große Chance wichtige Impulse für das Klimaabkommen in Kopenhagen im Dezember zu setzen, erklärt der WWF heute. Der Großteil der vorhandenen CO2-Emissionen geht auf das Konto der Industrienationen, daher müssen diese bei der Reduzierung der Emissionen die Führungsrolle übernehmen. Den Entwicklungs- und Schwellenländer müssen für Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel sowie den Schutz der Wälder finanzielle Unterstützung in Höhe von 110 Mrd. Euro jährlich zugesagt werden.
"Die Verhandlungen für ein UN-Klimaabkommen gehen im Schneckentempo voran", erklärt WWF-Klimaexpertin Regine Günther. "Wenn alle wichtigen Entscheidungen bis Kopenhagen aufgeschoben werden, ist die Konferenz hoffnungslos überfrachtet."
Die Staats- und Regierungschef haben sich zwar darauf geeinigt, die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu halten, klare Maßnahmen oder angemessene Reduktionsziele fehlen jedoch von den meisten Industriestaaten. Der Staatschefs müssen auf dem UN-Sondergipfel zeigen, dass der klare politische Wille vorhanden ist, Kopenhagen zu einem Erfolg zu machen.
Deutschland sträube sich bisher in den internationalen Treffen konkrete Finanzierungszusagen für die Entwicklungsländer zu machen und sei damit zur Bremse in den Verhandlungen geworden. "Gabriel muss in New York deutlich machen, dass auch Deutschland bereit ist, seinen finanziellen Beitrag zu leisten", so Regine Günther. "Angemessen wären etwa 7 Mrd. Euro jährlich."
Quelle: Pressemeldung WWF Deutschland
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