Umfrage zeigt: Viel Erklärungsbedarf bei der Reform

22.08.2006 | Dortmund
Nur 15 Prozent der Befragten sehen in den vorliegenden Eckpunkten zur Gesundheitsreform Chancen für eine positive Veränderung des Gesundheitssystems. Das ergab eine Blitz-Umfrage von BIG - Die Direktkrankenkasse. 85 Prozent hingegen beantworteten die Frage, ob die geplante Reform positive Veränderungen bringe, mit "Nein".

Rund 850 Besucher von www.big-direkt.de hatten sich an der Online-Umfrage der Direktkrankenkasse beteiligt. "Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Reform die Menschen bewegt", kommentiert Frank Neumann, Vorstand der BIG, das Ergebnis. Es zeige aber auch, dass noch großer Erklärungsbedarf über die durchaus vorhandenen positiven Ansätze bestehe.

Diese Ansätze fanden sich auch in dem Positionspapier zu den Eckpunkten wieder, das der Vorstand der BIG an Wolfgang Zöller (CSU), Bundestagsabgeordneter und Verhandlungsführer der Union bei der Gesundheitsreform 2006, in Dortmund übergab. "Die Reform bietet einige Chancen zur Veränderung, gerade im Versorgungsbereich", betonte Neumann seine Bereitschaft, aktiv an der notwendigen Umgestaltung des Gesundheitssystems mitzuwirken. "Gleichzeitig muss die reale Ausgestaltung mehr marktwirtschaftliche Elemente zulassen, wenn sie einen Nutzen bringenden Wettbewerb unter den Kassen schaffen will". Vor allem die geplante Steuerfinanzierung und die Ablösung der Finanzautonomie der Kassen sehe er besonders kritisch.

Zöller hatte sich gemeinsam mit dem Dortmunder CDU-Abgeordneten Erich G. Fritz bei der Direktkrankenkasse ein Bild über die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung der Eckpunkte gemacht.

Quelle: Pressemeldung BundesInnungskrankenkasse Gesundheit, kurz: BIG direkt gesund

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