Umweltstiftungen: Kapital für Mensch und Natur

27.03.2009 | Augsburg
erdgas schwaben als neuestes Stiftungsmitglied geehrt / Gemeinschaftstagung in Augsburg stellt Leistungen deutscher Umweltstiftungen vor: "Öko-Sponsoring" wichtiges Standbein für den Umweltschutz

"Öko-Sponsoring" ist ein wichtiges Standbein für den Umweltschutz mit steigender Bedeutung. Diese Bilanz zogen heute die Veranstalter einer Fachtagung im Augsburger Rathaus vor rund 80 Teilnehmern. Vom Stiftungsboom der letzten Jahre profitieren mit einem Anteil von rund fünf Prozent auch die Umweltstiftungen: Immer mehr Stiftungen widmen sich ganz oder teilweise dem Umweltschutz und fördern Projekte, wie zum Beispiel die Schaffung neuer Lebensräume für bedrohte Arten oder Wege zur klimaschonenden Energieversorgung. Neuestes Mitglied im Kreis der Stifter ist erdgas schwaben. Die Leistungen und das Potential deutscher Umweltstiftungen sind erstmals zusammenfassend dargestellt in der Ausstellung "Stifterland Bayern". Sie wird bis zum 19. April im Augsburger Rathaus gezeigt.

Stifter sind oft Unternehmen, wie zum Beispiel die Allianz, die eine bedeutende Umweltstiftung eingerichtet hat. Außerdem engagieren sich als Stifter Einzelpersonen wie bei der Selbach-Umweltstiftung oder der Stiftung Nagelschneider. Die Palette der Umweltstiftungen in Deutschland komplettieren Bürgerstiftungen und der Staat: Der Bund hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, der Freistaat Bayern den Bayerischen Naturschutzfonds eingerichtet. Der Fonds fördert Naturschutz- Projekte mit jährlich rund fünf Millionen Euro.

Als neuestes Stiftungsmitglied wurde erdgas schwaben geehrt: Das Unternehmen fördert mit einer eigenen Treuhandstiftung die Arbeit der Stiftung KulturLandschaft Günztal und nahm hierfür heute eine Urkunde von Wolfgang Lazik, dem Amtschef des Bayerischen Umweltministeriums, entgegen.

Die Tagung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Landesamts für Umwelt, der Stiftung KulturLandschaft Günztal, des KUMAS Kompetenzzentrums Umwelt, des Bundesverbands Deutscher Stiftungen und der Stadt Augsburg. Ausgewiesene Fachleute der Umweltstiftungen erläuterten die Förderinstrumente - denn bürgerschaftliches Engagement für praktischen Umweltschutz braucht nicht nur gute Ideen und Projekte, sondern auch ausreichendes Kapital.

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt

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