Verwaltungsausgaben der Krankenkassen budgetieren

17.08.1999 | Köln
Die ungehemmte Entwicklung der Verwaltungsausgaben der Krankenkassen muss rigoros gestoppt und einer ebenso stringenten Budgetierung unterworfen werden, wie die übrigen Sektoren des Gesundheitswesens.

Dies forderte der Bundesvorsitzende des NAV-Virchowbundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Maximilian Zollner, angesichts der Kostenexplosion in diesem Bereich. Es sei nicht einzusehen und unseriös, die Ausgaben für die ambulante ärztliche Versorgung durch Budgets zu knebeln, während die Krankenkassen das Geld der Versicherten mit vollen Händen aus dem Fenster würfen.

Zollner forderte Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer nachdrücklich auf, die Krankenkassen zu verpflichten, bei den Ausgaben für Verwaltungskosten Grenzen einzuhalten. Der Gesetzentwurf der Gesundheitsreform 2000 sehe z.B. vor, dass beim Arzneimittelbudget aus den Ausgabenbeträge der drei Kassenärztlichen Vereinigungen mit den niedrigsten Ausgaben für Arzneimittel der Mittelwert gezogen werde, der dann auch für die übrige Bundesrepublik gelten solle. Analog dazu wäre es nur gerecht, bei den Krankenkassen den selben Maßstab anzusetzen.

Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund

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