WHO-Europakonferenz "Umwelt und Gesundheit"
Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz: ""Ich freue mich, dass wir mit der heute unterzeichneten Erklärung einen weiteren Schritt zur Verbesserung des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes für die über 890 Millionen Menschen in der Europäischen Region der WHO unternommen haben. Auch wenn Deutschland insgesamt einen guten Gesundheitsschutz gegenüber Umweltgefährdungen bietet, stellen wir fest, dass einzelne Bevölkerungsgruppen hiervon nach wie vor stärker gefährdet sind als andere. Gesundheitsberichterstattung und -monitoring, die wir weiter intensivieren, liefern die notwendigen Kenntnisse über den Gesundheitszustand der Bevölkerung und den wichtigen Determinanten. Damit haben wir eine solide Basis, um zielgerichtete, gesundheitspolitische Maßnahmen ergreifen zu können. Dem werden wir uns verstärkt im Rahmen des deutschen Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit widmen.""
Neben der Frage der Umweltgerechtigkeit wurden Absichtserklärungen zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit, insbesondere für Kinder sowie hinsichtlich der gesundheitlichen und umweltbezogenen Folgen des Klimawandels unterzeichnet. Bereits jetzt sind die Auswirkungen des Klimawandels durch eine Zunahme von spezifischen Infektionskrankheiten sowie nicht übertragbaren Krankheiten, wie z.B. Allergien und Verletzungen durch extreme Wetterereignisse in einigen WHO-Mitgliedstaaten zu verzeichnen. Die Beteiligten an dem europäischen Prozess zu Umwelt und Gesundheit sind daher aufgefordert, bis zur nächsten Ministerkonferenz 2016 sichtbare Ergebnisse zur weiteren Verbesserung des gesundheitlichen Umweltschutzes vorzulegen.
Mit der ersten Ministerkonferenz 1989 in Frankfurt/Main wurde von der WHO bereits ein einzigartiger Prozess eingeleitet, in dem die beiden Politikbereiche Umwelt und Gesundheit eng zusammenarbeiten. Mit aktiver deutscher Unterstützung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, Handlungskonzepte und Maßnahmen in der Europäischen Region im Bereich Umwelt und Gesundheit zu gestalten. Hierzu findet ein regelmäßiger Austausch nicht nur zwischen den Mitgliedstaaten, sondern auch mit relevanten Nichtregierungsorganisationen und Jugendlichen statt.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
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