WTO diskutiert in Genf bessere Regeln für den Welthandel
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert anlässlich des Public Forum der Welthandelsorganisation (WTO) ein Sektorabkommen zum Abbau aller Chemiezölle. Dr. Utz Tillmann, VCI-Hauptgeschäftsführer, erklärte: "Davon profitieren alle, die Chemie exportstarker Länder wie Deutschland ebenso wie Länder, die Netto-Importeure von Chemikalien sind. Gerade die Schwellenländer brauchen möglichst günstige Vorprodukte für den Ausbau ihrer Industrie."
Nachdem die Doha-Verhandlungsrunde seit über zwei Jahren auf der Stelle trete, sei ein neuer Impuls dringend nötig. Der letzte Verhandlungsstand sieht eine einseitige Öffnung der Industriegütermärkte nur in den OECD-Ländern vor. Tillmann betonte: "Ein Chemie-Sektorabkommen kann der Schlüssel dazu sein, doch noch zu einem ausbalancierten Gesamtergebnis für die Runde zu kommen. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Industrie- und Schwellenländer mit einer starken Chemieproduktion mitmachen."
In Genf treffen sich ab dem 15. September Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs zum WTO Public Forum, um zu diskutieren, wie der Welthandel besser geregelt und die Doha-Runde wiederbelebt werden kann.
Quelle: Pressemeldung Verband der Chemischen Industrie e.V.
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