"Wer nichts sieht und wer nichts hört, der sollte auch nichts sagen"

28.05.2006 | Berlin
Angesichts seiner an diesem Wochenende erhobener Forderung, im Gesundheitswesen müsse "eisern gespart werden" hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, CDU-Generalsekretär Pofalla aufgefordert, gesundheitspolitische Stellungnahmen künftig Fachleuten zu überlassen.

"Da Herr Pofalla sich gesundheitspolitisch offenbar seit Jahren im Tal der Ahnungslosen bewegt, sollte er sich zumindest an die Drei weisen Affen halten: Wer nichts sieht und wer nichts hört, der sollte auch nichts sagen", kommentierte Winn die Ausführungen des Politikers.

Unter dem Druck, sich in der Großen Koalition auf ein tragfähiges Konzept für eine Gesundheitsreform nicht einigen zu können, dürfe jetzt offenbar jeder nach Belieben von Reserven im System reden, die es nicht gebe. "Nach den Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Struck vom vergangenen Wochenende darf man gespannt sein, wer denn wohl auserkoren ist, am nächsten Sonntag die Reihe der Provokationen gegen Ärzte und Patienten fort zu setzen", sagte Winn.

Winn wertete die jüngsten politischen Äußerungen als Bestätigung für die Entscheidung der großen fachübergreifenden ärztlichen Verbände, sich in einer Allianz zusammen zu schließen.

"Wer glaubt, den Kurs von Rationierung, Budgetierung und Bürokratisierung auf dem Rücken von Patienten und Ärzten unbeirrt fortsetzen zu können, der wird den geballten Widerstand der geschlossenen deutschen Ärzteschaft erleben", sagte Winn abschließend.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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