Winn: Der Politik auf die Sprünge helfen
Als Ergebnis aus Gesprächen mit der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die dem Verband eine konzertierte Aktion vorgeschlagen hatte, liege nun mit "Als Arzt LANDen" ein Papier gegen den Ärztemangel in ländlichen Regionen Deutschlands vor. In dessen Mittelpunkt stünden besonders "weiche Standortfaktoren" und das Setzen auf die Vernetzung unterschiedlicher Ebenen. Bisherige Versuche von Kassenärztlichen Vereinigungen, zuständigen Landesministerien und anderen, allein durch finanzielle Anreizsysteme Jungärzte für Standorte mit unattraktiven "weichen Faktoren" zu gewinnen - wie es allen voran für ländliche Gebiete gilt - zeigten nur mäßigen Erfolg. Deshalb baut der Hartmannbund in seinem Konzept auf die Förderung von Medizinstudierenden, die aus potentiell unterversorgten Regionen stammen. "Die Erfahrung mit unseren Mitgliedern zeigt, dass diese Gruppe eher in vermeintlich unattraktive Gegenden zurückgeht, als dass es gelingt, Ortsfremde zu einer dortigen Berufsausübung zu bewegen. Das ist vor allem mit dem sozialen Gefüge als weichem Standortfaktor zu erklären", so Winn. Winn weiter: "Obwohl vor allem der Staat in der Pflicht steht, dem Ärztemangel mit geeigneten Maßnahmen (wie der Abschaffung der Unterfinanzierung oder der Verbesserung von Infrastrukturen in ländlichen Regionen) zu entgegnen, sind auch wir Ärzte bereit, uns an der Lösung des Problems zu beteiligen." Seit Ende Februar nun liege das Konzept im BMG. "Einzelne Bestandteile hat die Ministerin bereits hier und da propagiert, nun erwarten wir Vorschläge zu einer konkreten Umsetzung des Gesamtkonzeptes", so die Forderung des Hartmannbund-Vorsitzenden.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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