Winn: Diese Reform rettet die Koalition - nicht das deutsche Gesundheitswesen

05.10.2006 | Berlin
"Diese Gesundheitsreform löst nur ein Problem. sie rettet kurzfristig diese Regierung der faulen Kompromisse." Mit dieser Feststellung hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, die nunmehr absehbare Gesundheitsreform der großen Koalition bewertet.

Die Bemühungen der letzten Wochen hätten ausschließlich dem Machterhalt der Regierenden gedient, keineswegs aber einem lösungsorientierten Kompromiss zur Stabilisierung des Gesundheitswesens. Der angekündigte "Große Wurf" habe gerade einmal dafür gereicht, den handelnden Politikern das Problem nicht auf die Füße fallen zu lassen. Winn: "Für uns Ärzte bedeutet das, dass wir auch weiterhin in einem budgetierten Honorarsystem unbezahlte Arbeit an unseren Patienten leisten müssen, der Staat greift immer tiefer in die ärztliche Therapiefreiheit ein und eine wirkliche Honorarform ist auf den "Sankt-Nimmerleinstag" verschoben."

Besonders verärgert zeigte sich Winn darüber, dass auch diese Reform erneut ohne den Sachverstand der Betroffenen gemacht worden sei. "Man hat erneut darauf verzichtet, Ärzte in das Gesetzgebungsverfahren einzubinden. Jetzt müssen wir unsere Antworten an anderer Stelle geben."

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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