Winn: Gesundheitssystem wird sehenden Auges heruntergewirtschaftet
Kuno Winn, der Politik vorgeworfen, das deutsche Gesundheitssystem sehenden Auges herunterzuwirtschaften.Durch die offensichtliche Unfähigkeit der Großen Koalition, das deutsche Gesundheitswesen auf tragfähige Säulen zu stellen, werde die Patientenversorgung dauerhaft massiv gefährdet, Ärztinnen und Ärzte würden an den Rand ihrer Existenz gedrängt.
Winn: "Weil es dieser Großen Koalition an Kraft und Willen fehlt, eine wirkliche Reform auf die Beine zu stellen, besinnt man sich offensichtlich auf das Altbewährte: Denen, die man immer mehr in die Rolle des Mangelverwalters eines maroden Systems gedrängt hat, den Ärzten, werden die Daumenschrauben noch einmal fester angezogen." Dabei spreche vor allem die Kaltschnäuzigkeit, mit der die Regierungsfraktionen das AVWG auf Kosten des Arzt- Patientenverhältnisses durchgezogen haben, Bände.
Von der Bundesregierung forderte Winn erneut ein Konzept mit einem klaren Bekenntnis zur freien Arztwahl und zur Freiberuflichkeit der Ärzte. Darüber hinaus, so der Hartmannbundvorsitzende, werde man weiter energisch für ein Ende der unerträglichen Budgetierung und der Rationierung medizinischer Leistungen kämpfen. Winn: "Zu einem tragfähigen Konzept gehört für mich aber auch, dass gut ausgebildete, hoch motivierte und engagierte Mediziner endlich wieder anständig in Euro und Cent für ihre Leistungen bezahlt werden. Wer unsere Leistungen nicht will, der soll dies sagen! Wer aber will, dass wir unsere Patientinnen und Patienten auch künftig auf hohem Niveau versorgen können, der muss sich endlich dazu bekennen: Wie die Lebenshaltungskosten steigen auch die Kosten für unser Gesundheitssystem."
Der Hartmannbund Vorsitzende kündigte für die Zeit nach der Demonstration weitere gemeinsame Aktionen der deutschen Ärzteschaft an. "Es ist Schluss mit lustig. Wir lassen uns nicht länger verschaukeln", sagte Winn abschließend.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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