Winn: Raus aus den Gräben, zurück zu gemeinsamen Interessen

12.07.2007 | Berlin
"Raus aus den Gräben und zurück an das Rad, an dem wir im Interesse aller Ärzte gemeinsamen drehen sollten!" Mit diesem Appell hat sich der Vorsitzende das Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, nach der Neuordnung der KBV-Spitze an die deutsche Ärzteschaft gewandt.

Es gebe weiterhin genügend Interessen, die unter dem Dach der KBV gemeinsam vertreten werden könnten, sagte Winn. Das einmütige Votum für Dr. Carl-Heinz Müller sei in diesem Sinne ein gutes Zeichen. Nicht zuletzt mit Blick auf entsprechende Attacken aus dem politischen Raum sagte Winn wörtlich: "Wir müssen endlich aufhören, dem Gesundheitsministerium Beweise dafür in die Hand zu spielen, dass die ärztliche Selbstverwaltung nicht funktioniert!" Damit sei keinem Arzt gedient.

Irritationen und Verletzungen im Zusammenhang mit der Abberufung des KBV-Vorstandes Ulrich Weigeldt führte Winn auf den Irrtum zurück, dass Weigeldt als KBV-Spitze ausschließlich einen bestimmten Verband in der Körperschaft vertreten habe. "Der BDA ist ein starker Partner in der Verbändelandschaft, aber er besitzt kein Alleinvertretungsrecht für Hausärzte", sagte der Hartmannbund-Vorsitzende.

Besonders mit Blick auf die beeindruckenden Ärzteproteste - weitgehend unterstützt auch von Patienten - warnte Winn vor einem Verlust an Glaubwürdigkeit und Unterstützung in der Bevölkerung. "Wir setzen viel aufs Spiel, wenn wir den Eindruck erwecken, dass es uns im Kern nicht um die bestmögliche Versorgung unserer Patienten, sondern um die bestmögliche Ausbeute im Verteilungskampf innerhalb der Ärzteschaft geht."

Winn, der derzeit auch Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände ist, kündigte baldige Gespräche mit der neuen KBV-Spitze an.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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