Winn: Reform muss das Ende der Budgetierung bringen

07.09.2006 | Berlin
Mit "gemischten Gefühlen" hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, auf die Ankündigung der Bundesregierung reagiert, den Start der geplanten Gesundheitsreform auf den 1. April 2007 zu verschieben.

"Einerseits bestätigt diese Verschiebung unsere Prophezeiung, dass die große Koalition nicht in der Lage sein werde, aus zwei unterschiedlichen Konzepten eine zukunftsfähige Reform zu schmieden, andererseits bietet der zeitliche Aufschub eine zusätzliche Chance, noch Einfluss auf entscheidende Punkte des Reformwerkes zu nehmen", sagte Winn. Dabei, so Winn, werde der Hartmannbund weiterhin auf den Zweiklang aus Protest und konstruktivem Dialog setzen. Winn: "Entscheidend ist für uns dabei die Frage, ob die Politik ihr Versprechen hält, mit der Reform das Ende der Budgetierung zu besiegeln. Darüber hinaus muss dann auch klar belegt werden, wie man die dringend erforderlichen zusätzlichen Mittel in das Gesundheitssystem lenken will".

Winn abschließend: "Wir werden sehr genau beobachten, ob die Politik hier nur eine Kunstpause einlegt, um berechtigte Proteste und Widerstände ins Leere laufen zu lassen oder ob sie die Zeit wirklich nutzt, um die immer noch ungelösten Probleme auf dem Weg in eine zukunftsfähige Reform zu lösen". So oder so werde die deutsche Ärzteschaft in dieser Phase den Druck gegen den Weg in die Staatsmedizin aufrecht erhalten!

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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