Winn begrüßt "richtigen Ansatz" - und warnt vor Quersubventionierung der Pflege
"Die Beschlüsse berücksichtigen die vom Hartmannbund auf seiner Hauptversammlung beschlossene Forderung, dass die Entscheidung über den Einsatz - zum Beispiel einer Gemeindeschwester - beim Arzt liegt. Bei ihm laufen die Fäden von der Diagnose bis zur Therapie weiterhin zusammen, er lenkt den Heilungsprozess", sagte Winn. Angesichts der bereits langfristig absehbaren Entwicklung bei der Delegation ärztlicher Leistungen erweise es sich spätestens jetzt als richtig, sehr früh in einen intensiven Dialog mit Politik und beteiligten Pflegeverbänden eingetreten zu sein. Winn warnte die Politik allerdings gleichzeitig vor dem Versuch, auf dem nun beschrittenen Weg eine verkappte Quersubventionierung der Pflege über den Honorartopf der Ärzte zu organisieren. "Die Erfahrung lehrt uns, diese Entwicklung sehr kritisch zu beobachten", sagte Winn. Man akzeptiere keinen Verschiebebahnhof von den Krankenkassen in die Pflegekassen. Der Hartmannbund-Vorsitzende betonte abschließend, dass der verstärkte Einsatz von Gemeindeschwestern angesichts des sich dramatisch abzeichnenden Ärztemangels - vor allem in der Fläche - kein Ersatz für die dringend notwendigen Bemühungen sei, den Arztberuf wieder attraktiver zu gestalten und damit wieder mehr junge Ärzte für die medizinische Versorgung von Menschen zu gewinnen.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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