Winn bezweifelt zusätzliche Finanzmittel für die ambulante Versorgung ab 2009

22.04.2008 | Berlin
Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt aufgefordert, unverzüglich offen zu legen, wie die im Zusammenhang mit der Honorarreform 2009 angekündigten zusätzlichen 2,5 Milliarden Euro für die ambulante Versorgung aufgebracht werden sollen.

"Ich bezweifle die Erfüllung dieser Ankündigung vor allem deshalb, weil bisher nicht erkennbar ist, wie diese überhaupt finanziert werden soll", heißt es in einem Schreiben an das Gesundheitsministerium wörtlich. Signale aus den Regierungsfraktionen, so Winn, hätten seine Zweifel daran bestärkt, dass die im ambulanten Bereich tätigen Kolleginnen und Kollegen ab dem kommenden Jahr tatsächlich endlich - wenn auch nur ansatzweise - auf eine Verbesserung ihrer Situation hoffen könnten. In Gesprächen mit führenden Vertretern der Krankenkassen hätten diese betont, dass die Aufstockung jedenfalls nicht durch Einsparungen auf ihrer Seite darzustellen seien. Winn: "Es ist Sache der Ministerin, hier endlich für Klarheit zu sorgen". Als positives Signal hat Winn unterdessen den Appell der Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Dr. Angelika Prehn, für ein gemeinsames Vorgehen von KVen und Verbänden zur Durchsetzung der zugesagten Finanzmittel für die ambulante Versorgung bezeichnet. "Frau Prehn hat uns in dieser Frage an ihrer Seite", sagte Winn in Berlin. Es gelte, unvoreingenommen alle geeigneten Kräfte zu bündeln, um gemeinsame Strategien zu entwickeln und gegebenenfalls Maßnahmen zu koordinieren.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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