Winn sieht Rettung der Krankenhäuser als zentrale gesundheitspolitische Herausforderung

02.09.2008 | Berlin
Nach dem in den Honorarverhandlungen zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Krankenkassen erzielten Teilerfolg für die ambulante Versorgung hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Kuno Winn, die Rettung der Krankenhäuser als zentrale gesundheitspolitische Herausforderung bezeichnet.

"Mit der selben uneingeschränkten Energie, mit der wir weiter für notwendige Verbesserungen im ambulanten Bereich kämpfen, streiten wir dafür, dass auch die über 2.000 Krankenhäuser in öffentlicher, gemeinnütziger und privater Trägerschaft unsere Patienten weiter auf höchstem medizinischen Niveau versorgen können", sagte Winn. Deswegen bekräftige der Hartmannbund nachdrücklich seinen Aufruf, an der für den 25. September in Berlin geplanten Demonstration zur "Rettung der Krankenhäuser" teilzunehmen. Ähnlich wie zuletzt im ambulanten Bereich könne man hier die Politik nur durch das Aufbauen eines massiven Protest-Szenarios zwingen, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Die Ankündigung der Bundesgesundheitsministerin, die Hälfte der Tariflohnsteigerungen zu refinanzieren sei zwar ein begrüßenswertes Signal, könne aber angesichts der bestehenden Probleme realistischerweise lediglich als Schönheitskosmetik betrachtet werden. "Wir müssen nicht darum herumreden", sagte Winn. "Ohne den Wegfall der Deckelung des Krankenhausbudgets, ohne einen Ausgleich für steigende Energie- und Sachkosten, ohne eine volle Gegenfinanzierung der Tariflohnsteigerungen und ohne zusätzliches Geld für Arbeitsplätze und Nachwuchssicherung werden unsere Krankenhäuser den Bach heruntergehen." Leidtragende dieser Entwicklung seien nur auf den ersten Blick Ärzte und Pflegekräfte. "Die wahren Verlierer sind unsere Patienten", warnte Winn abschließend.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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